Im Rahmen der seit gestern laufenden IFA Media Briefings in Berlin hat am Donnerstagvormittag – um 10.30 Uhr zwischen Bosch und Siemens – eine neue BSH-Marke namens Solitaire ihren Auftritt. Unter der Überschrift „Transformation. Von Küche in Raum. Mit System“ stellen Annette Hollemann, die in München seit Januar 2022 den Titel Head of Solitaire the Waterbase trägt, und Oliver Kraemer, Head of Design Solitaire, das Konzept vor.
Unsere Kollegen von Küchennews, die zuerst über Solitaire berichteten, haben in Erfahrung gebracht, dass die BSH die Marke sowohl auf der IFA als auch während der Küchenmeile präsentieren wird, wo sie dann im House4Kitchen präsent sein wird.
Was genau sich hinter Solitaire verbirgt, dürfte sich in Kürze klären. Die BSH hat die Marke Mitte 2018 eintragen lassen, unter anderem für die Karbonisierung von Getränken und Sodawasser, Reinigungsmittel, Geräte zur Regelung von Wassertemperatur, zur Aufbereitung und Filtern von Wasser, Wertstoffsammeleimer und Behälter für Reinigungsartikel. Es dürfte nicht zu viel Spekulation sein, zu behaupten, die BSH hat nun auch den Wasserplatz für sich entdeckt. Vielleicht ja auch noch mehr.
Update: Wie angekündigt, haben die Münchner am Vormittag die Katze, bzw. die neue Produktlinie, aus dem Sack gelassen. Hinter Solitaire verbirgt sich nicht etwa bloß die X-te Sprudelarmatur, sondern ein komplettes Konzept für die „Waterbase“, wie die BSH den Bereich rund um die Spüle nennt. Als „neue Gerätekategorie“ wird diese Waterbase in München eingeordnet.
Hintergrund: Da die Küche – zumindest dort, wo das baulich möglich ist — immer häufiger mit dem Wohnraum verschmilzt, soll auch die Spüle wohnlicher ausschauen. Die „Transformation“ soll nun die Waterbase von Solitaire ermöglichen, die sich diskret in den Wohnbereich integriert. Man soll nicht sehen, dass dort gearbeitet werden kann. Dafür wurde ein „Infinity Cover“ erfunden, das das Spülbecken verdeckt und sich stufenlos absenken kann. Überschüssiges Wasser fließt durch eine schmale Rille ab.
Aus der Armatur lassen sich sechs Varianten Wasser zapfen: still raumkühl, eiskalt, classic oder medium gesprudelt, 80 Grad C heiß oder kochendes Wasser. Natürlich ist auch ein Wasserfilter integriert. In der Waterbase ist außerdem ein Platz für Abfalleimer und Spülutensilien. Ab Herbst soll das Produkt im Handel stehen, preislich ist es im High-End-Bereich positioniert.