Bei den Onlinehändlern flacht die Kurve ab: Einige der großen Plattformen mussten bei den Umsätzen Federn lassen – nach Corona sind im E-Commerce offenbar auch manche hinzugewonnenen Kunden wieder verschwunden. So hat der britische Online-Elektronikhändler AO im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr rund 1,557 Mrd Pfund erlöst – 6 Prozent weniger Umsätze als im Vorjahr (1,661 Mrd Pfund). Vor allem in Deutschland sanken AOs Umsätze wieder spürbar, um 15 Prozent auf 215 Mio Euro (Vorjahr: 254 Mio Euro). AO hatte sich seine Bekanntschaft hierzulande recht mühsam erkaufen müssen bislang. In der Vergangenheit hieß es immer, dass AO im Deutschland-Geschäft mindestens 250 Mio Euro erlösen wolle.
Auch bei Wayfair wurden nun neue Quartalszahlen veröffentlicht. Für den am 31. März endenden Dreimonatszeitraum meldete Wayfair einen Verlust von 319 Mio US-Dollar, verglichen mit einem Nettogewinn von 18 Mio US-Dollar im Vorjahr. Die Anzahl der aktiven Kunden sank von 33 Mio auf 25 Mio Kunden. Wayfair kündigte an, dass CFO Michael Fleisher Anfang 2023 das Unternehmen verlassen wird. Für einen Übergang bleibt er, Nachfolgerin wird Kate Gulliver, derzeit noch Chief People Officer.
Sogar Amazon musste zuletzt ziemlich Federn lassen: In den ersten drei Monaten 2022 hat Amazon weltweit 3,8 Mrd US-Dollar Verlust gemacht. Im Vergleichszeitraum vor zwölf Monaten lag das Betriebsergebnis noch bei 8,1 Mrd US-Dollar. Bei Amazon soll für den Verlust hauptsächlich eine Milliarden-Abschreibung auf den Autobauer Rivian verantwortlich sein.