In der Münchner Sendlinger Straße, direkt in Marienplatz-Nähe, kann man in diesen Monaten jeden Tag sehen, wie sich der Einzelhandel in den Innenstädten verändert. In bester Münchner City-Lage übernehmen nochmal mehr die üblichen Verdächtigen. Gewachsene Münchner Einzelhändler ziehen aus.
In der Sendlinger Straße haben auch die Kare-Inhaber Jürgen Reiter und Peter Schönhofen viele Jahre ein etwas anderes Geschäft betrieben. Neben ihrem Kare-Shop stand das Stierblut, ein Männermodeladen, in dem Jeans und Hemd immer mehr kosten mussten als anderswo, um sich gut zu verkaufen.
Der Kare-Shop in der Sendlinger Straße ist schon länger zu; nun hat auch das Stierblut zugemacht. Spätestens an Ostern wollen Schönhofen und Reiter zumindest mit einem kleinen 500 qm großen Konzept hier auf einer Teilfläche wieder am Start sein. Nicht weit weg macht bald auch die US-Kette Restoration Hardware einen ihrer ersten deutschen Shops auf. Auch drei Butlers-Läden, in denen bald das Home24-Logo zu sehen sein wird, sind nicht weit weg. Das Thema Möbel und die Innenstadt: Es ist weiter Bewegung drin.
Kare plant auf der kleinen Fläche einen Shop, der zwei Stoßrichtungen hat: „Das wird ein Zubringer für das Kraftwerk. Und es wird ein Touchpoint für online.“ So sagt das Kare-Boss Schönhofen. Man hätte den Shop gerne schon früher eröffnet, aber durch die Baustelle im Haus sei das nicht möglich. Plan ist es, nicht in erster Linie auf Dekoartikel zu setzen im neuen Shop in der Sendlinger Straße, sondern neben vielen Kleinmöbeln auch im Wechsel die zentralen Sofa- und Wohnmöbelthemen zu zeigen.