Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Diese Woche ging die Website leo-fischer.de online. Und wenn man hinklickt, kann man schon gleich mal staunen: „Wir haben den Tisch neu erfunden.“ Das steht da so.
Hat da einer zu viel Bitburger getrunken? Hans-Leo Fischer lacht, wenn man ihn anruft, und erklärt, was es mit der Neuerfindung auf sich hat. Auf der Webseite steht: „Das Modulkonzept ist einzigartig. Ein Patent nach dem Deutschen Gebrauchsmusterschutz. Einzelne, herausnehmbare Felder erlauben immer neue Möglichkeiten. Für Zuhause, Büro und Gastro.“
Hans-Leo Fischer darf man auf jeden Fall zu den agilen und ehrgeizigen Möbelhändlern im Land rechnen. Das Möbelhaus Möbel Fischer Bitburg GmbH der Familie Fischer (Mitglied im EMV) erlebt gerade Rekordzeiten. Familie Fischer ist schwer gefordert. Der Küchen- und Möbelabsatz rauschte auch in diesem Jahr wieder nach oben, rasant. Und deshalb hatte Hans-Leo Fischer bislang noch fast keine Zeit für die Tisch-Revolution, seinen neuen Zweitjob.
Bisher sind zwar erst 30 Tische produziert und auch nur einer davon ausgeliefert, doch bisher sind auch null Marketingmaßnahmen gelaufen. Fischer fehlt die Zeit. Sagt er. Fischer: „Wir liegen dramatisch im Plus in diesem Jahr. Uns rennen die Kunden das Küchenstudio ein. Aber es fehlen uns vier bis fünf Techniker und mindestens ein Küchenverkäufer. Viele Ausfälle durch Krankheit kommen noch dazu. Ich habe bisher noch keine Zeit gefunden, mit unserem neuen Produkt ordentlich in den Vertrieb einzusteigen.“
Produziert wird der Tisch, der auf ein eigens entworfenes Modulkonzept aufsetzt, von einer Holzmöbel-Manufaktur in Nordrhein- Westfalen, deren Namen man durchaus kennt. Der Verkaufspreis soll zwischen 3.500 und 4.800 Euro liegen. Es kommt drauf an, welche Varianten der Kunde im Konfigurator auswählt. Der Tisch selbst ist in der Mittelachse teilbar und bietet verschiedene Möglichkeiten, Wein, Sekt, Salz, Pfeffer oder auch Kräuter direkt am Tisch zu lagern. Er eignet sich für die Gastro, fürs Wohnen und mehr. Familie Fischer hat in der Gastro ohnehin einen Fuß in der Türe, da man seit vielen Jahren Gastrobetriebe einrichtet.
Der neue Tisch soll aber auch im stationären Möbelhandel stehen. Fischer: „Wir suchen deutschlandweit stationäre Handelspartner.“ Im kommenden Jahr will der Bitburger Möbelhändler das Projekt ordentlich anschieben.