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Produktionsspitzen ausgleichen

Oberfränkische Mittelständler unter einem Dach

20.12.2021 | 10:36

Der oberfränkische Polstermöbelproduzent Signet aus Hochstadt, der seit Anfang 2020 vom langjährigen Machalke-Mann Thomas Schlosser geleitet wird, hat ein Schwesterchen bekommen.

 

Seit Kurzem gehört die Gustav Dehler Matratzenfabrik aus Coburg mehrheitlich einer neu gegründeten Signet Wohnmöbel GmbH aus Düsseldorf, die demnächst in Designverbund umfirmiert werden soll. Der bisherige Dehler-Eigentümer Thomas Ebert war aktiv auf der Suche nach einem Käufer über den Finanzinvestor VR Equitypartner, mit dem gemeinsam Schlosser vor knapp zwei Jahren Signet erworben hatte. So kam der Kontakt zwischen Dehler und Signet zustande.

 

Dehler und die Signet Wohnmöbel GmbH aus Hochstadt werden künftig unter dem gemeinsamen Dach der Designverbund-Holding stehen. Ähnlich wie Signet hat Dehler eine hohe Fertigungstiefe und setzt auf Zulieferer aus der Region. Die Matratzenproduktion ist für Dehler inzwischen nicht mehr das Kerngeschäft, die Firma hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Polstermöbeln und Spielgeräten für Kindergärten, Therapieeinrichtungen und Ganztagsschulen spezialisiert. Auch Matratzen werden hauptsächlich im Objektbereich, zum Beispiel in Kliniken, eingesetzt. Es gibt am Standort Coburg auch einen Werksverkauf; die Firma befindet sich übrigens schräg gegenüber vom ehemaligen Oschmann-Stammsitz, an dem in Kürze ein Anbieter von Miet-Lagerboxen eröffnet. Das ehemalige Musterbau-Lager von Oschmann hat Dehler übernommen.

 

„Signet bleibt Signet, Dehler bleibt Dehler“, sagt Thomas Schlosser. Man will sich aber trotzdem helfen, wo man kann. Beispielsweise ist der kaufmännische Leiter von Signet, Jörg Standfuß, zusätzlich in die Dehler-Geschäftsführung eingetreten, die er sich nun mit Thomas Ebert teilt. Da die Nachfrage in beiden Firmen unterschiedlichen saisonalen Schwankungen unterliegt, ist für die Zukunft auch denkbar, dass man sich bei Produktionsspitzen gegenseitig unterstützt. Schlosser: „Momentan sind allerdings bei beiden Unternehmen die Bücher so voll, dass an gegenseitige Hilfe nicht zu denken ist. Das ist ein Thema für die Zukunft.“


 

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