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IMM abgesagt, ZOW verschoben

Bittere Pillen für Köln – und für die Branche

09.12.2021 | 16:51

Um 14 Uhr tagte der Aufsichtsrat. Obwohl die Entscheidung bereits Tage feststand, musste der Nachmittag abgewartet werden, bis sich die IMM-Macher zur erneuten Absage äußern konnten. Bis so ein Gremium zusammenkommen kann, ja, das dauert eben manchmal. 

 

Etwas überraschend für viele hatte der Träger der IMM, der VDM in Person seines Geschäftsführers Jan Kurth, die Absage bereits am Vormittag im Ausstellerlager öffentlich gemacht. Eine große Überraschung war sie nicht mehr angesichts der Corona-Lage. Und doch, auch beim Absagen aus total nachvollziehbaren Gründen, das kann man so sagen, hat sich die Branche mit ihrer Kölner Messe am Ende nicht wirklich mit Ruhm bekleckert.

 

Die IMM 2023 soll es jetzt werden. Man darf gespannt sein. Die Möbel- und Küchenmacher im Land haben zuletzt – nach zwischendurch starken Kölner Jahren – wieder eindrucksvoll zur Schau gestellt, dass sie wirklich glauben, dass sie eine große Leitmesse in einer zentral gelegenen Metropole nicht unbedingt brauchen, um happy zu werden. Ein interessanter Ansatz für die Top-Möbelnation in Deutschland.

 

Den letzten Knick hat Köln ein Schreiben diverser Hochwerthersteller gegeben, die die Messeleitung dann fast schon angefleht haben, die Messe abzusagen. Für den erneuten Re-Start im Januar 2023 wird es jetzt einen großen Kraftakt der versammelten Protagonisten brauchen. Workshops, eine offene und kontroverse Diskussion über Termin und Format – dann ein ehrliches Bekenntnis und eine Entscheidung. Wir sind gespannt.

 

Die Entscheidung zur IMM war heute übrigens nicht die einzige, die der Kölnmesse-Aufsichtsrat absegnen musste. Die ZOW in Bad Salzuflen wird von Februar auf Mai verschoben, soll jetzt vom 3. bis 5. Mai stattfinden. Matthias Pollmann: „Es zeichnet sich eine steigende Unsicherheit bei den Unternehmen ab, ob eine Messeteilnahme jetzt richtig und verantwortungsvoll ist. Bei den vielen Gesprächen hat sich abgezeichnet, dass für die meisten weder eine Ausstellerbeteiligung noch ein Besuch der ZOW im Februar 2022 in Frage kommt und sie unter den zurzeit herrschenden Rahmenbedingungen erhebliche Zweifel an einer erfolgreichen Durchführung der ZOW in wenigen Wochen haben.“

 

 

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