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Die Lage im Markt und coole Konzepte in Kopenhagen und London

Die Woche auf INSIDE Küche

29.10.2021 | 11:38

Es geht wieder los. Das „exponentielle Wachstum“, mit dessen Verständnis man sich auch zum Ende des zweiten Pandemiejahrs noch so schwer tut, ist zurück. Die Neuinfektionszahlen ziehen wieder rasant an, und allen Versprechungen, dass es keinen weiteren Lockdown geben soll, zum Trotz schleicht er sich wieder ein. Jedenfalls für Menschen ohne Immunitätsnachweis.

 

In Sachsen, wo die Inzidenz heute bei knapp 240 liegt, die Impfquote dafür mit 56 Prozent deutlich unterm Bundesschnitt und die Intensivbetten bereits knapp sind, wird gerade intensiv über die verpflichtende Einführung von 2G diskutiert. Laut Leipziger Volkszeitung beträfe das auch den Einzelhandel. Den „nicht essentiellen“ Einzelhandel (wie lange haben wir diesen Begriff jetzt nicht mehr gehört?!). Ungeimpfte bzw. Nicht-Genesene hätten damit keinen Zugang mehr zum Küchenstudio oder ins Möbelhaus, sofern es denn nicht wieder Ausnahmen für die Küchenplanung gibt. Ganz durchgestiegen, welche Regelung wo galt, war man ja bis zum Ende des letzten Lockdowns im Frühjahr nicht. Ich gehe ziemlich sicher davon aus, dass auch andere Bundesländer als Sachsen sich mit solchen Maßnahmen beschäftigen, wenn die Lage sich verschärft. In Niedersachsen und Hessen gilt die 2G-Regel im Handel bereits, allerdings auf freiwilliger Basis. 


 

Ziemlich frustrierend, dass das Infektionsgeschehen jetzt wieder derart an Fahrt aufnimmt und das Gesundheitssystem bereits zu Herbstbeginn regional wieder an seine Grenzen stößt, obwohl wir mit der Impfung für einen Großteil der Bevölkerung ein wirksames Mittel zur Hand haben. Dass der Möbelhandel allerdings wesentlich zur Verbreitung des Virus beiträgt, sollte man nach wie vor bezweifeln.


 

Als Vorbereitung für eine Talkrunde Ende November haben wir in dieser Woche mit einigen Händlern gesprochen. Mal abgesehen von den Beschaffungssorgen, die man kaum noch erwähnt, obwohl sie sich in den nächsten Wochen noch verschärfen sollen, waren alle gut drauf und gut beschäftigt. Fast zu gut. Und werden es wohl auch bis ins Frühjahr hinein sein. Die Lieferzeiten der Industrie? Nach wie vor viel zu lang. Das gilt für den Holz-Bereich. Im Gerätebereich muss man froh sein, wenn bestimmte Produkte überhaupt irgendwann mal wieder lieferbar sind. Der ein oder andere Händler rechnet aber schon mit einer Abschwächung im Frühjahr, wenn sich ein seit dem Herbst verzeichneter Frequenzrückgang in den Büchern niederschlagen könnte. Andererseits: Wie oft haben wir in den vergangenen Jahren ein Ende des Küchen-Booms befürchtet? Eingetreten ist das bislang nicht. 


 

Die vom VdDK bereitgestellten Umsatzzahlen der Küchenindustrie weisen zwar für den August (gegenüber einem exorbitant hohen Vorjahresniveau) einen Rückgang von 7,5 Prozent aus. Betrachtet man die Monate Juli und August zusammen, was sich aufgrund der Betriebsferiensituation empfiehlt, liegt das Minus nur bei 1,5 Prozent. Sicherlich ist es im vierten Quartal vorbei mit den Pluszahlen beim Umsatz. Das liegt schon allein an den hohen Vorjahreswerten, die die Industrie nicht übertreffen kann, weil mehr als Vollauslastung und Überstunden einfach nicht drin ist; und auch weil Verzögerungen im Bau zu kurzfristigen Auftragsverschiebungen führen. Die dadurch entstandenen Lücken können oftmals nicht spontan gefüllt werden.

 

Und das lesen Sie diese Woche auf www.inside-kueche.de: Unsere in Stockholm lebende Autorin Bianca Turtur hat in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ein ungewöhnliches Küchenstudio besucht – die dänische Möbelschmiede Frama betreibt dort einen Showroom in einer historischen Apotheke. Auch die englische Küchenmanufaktur Roundhouse hat unsere Kollegin unter die Lupe genommen. Der schon vor einer Woche angekündigte Bericht über das Colornetwork und unwichtiger werdende Trends ist nun ebenfalls online. Dein-Konfigurator hat Störmer als weiteren Kunden für das digitale Küchen-Verkaufshandbuch gewonnen, Haier sein neues Werk in der Türkei in Betrieb genommen und Eike Fuchs heuert beim Salzburger Start-up Ozonos an, über das wir in der kommenden Woche ausführlich berichten werden.

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