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Streiktag bei Ikea

„Digitalisierungstarifvertrag“ gefordert

22.09.2021 | 11:09

Am Dienstag wurde Ikea nahezu bundesweit bestreikt. Hintergrund ist der seit Monaten andauernde Tarifkonflikt im Einzelhandel. In insgesamt neun Bundesländern legten Ikea-Mitarbeiter teilweise die Arbeit nieder. Betroffen waren vor allem Niedersachsen und Bremen: Hier wurden die Standorte Großburgwedel, Hannover Expo-Park, Bremerhaven, Osnabrück und Braunschweig bestreikt. Nach Angaben von Verdi waren 150 Mitarbeiter dem Aufruf zum Streik gefolgt. Verdi begründete die Maßnahme unter anderem damit, dass Ikea Mitglied der Tarifkommission Niedersachsen sei und sich an der „bundesweiten Blockadehaltung der Einzelhandelsunternehmen“ beteilige. 

 

Auch in Einrichtungshäuser in Bayern, Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen legten Ikea-Mitarbeiter die Arbeit nieder. Neben Forderungen nach Gehaltserhöhungen macht sich auch eine Unsicherheit bei der Transformation der Einzelhandelslandschaft bemerkbar: Gefordert wird ein „Digitalisierungstarifvertrag“ beziehungsweise „Tarifvertrag Zukunft“. „Momentan geht es um die Entgelterhöhungen. Bei Ikea fordern die Beschäftigten aber auch einen Tarifvertrag, der die rasante digitale Transformation des Unternehmens im Sinne der Beschäftigten regelt", lässt sich Verdis zuständige Gewerkschaftssekretärin Maren Ulbrich zitieren. 

 

Nach Angaben von Ikea lief der Betrieb in den Häusern uneingeschränkt.

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