Auf den Interior Days OWL wird auch die Möbelmarke Interlübke in diesem September ihre Ausstellung öffnen. Mehrheitseigner Axel Schramm, der nun doch nicht verkauft hat, und seine mit ihm in einem nach wie vor handfesten Familienstreit verbundene Schwester Susanne Schramm haben sich zuletzt zumindest darauf geeinigt, den für Interlübke eingeteilten Schramm-Geschäftsführer Martin Kaus zum Geschäftsführer der Schramm Holding zu machen.
Bei Interlübke war Kaus nicht als großer Stratege in Erscheinung getreten, eher als Controller. Nun hat ein anderer Zahlenmann in Rheda-Wiedenbrück die Geschäftsführung übernommen, nachdem Kaus seine neuen Aufgaben angetreten hat: Sebastian Freund heißt der neue Chef bei Interlübke.
Freund kommt aus dem Netzwerk von Kaus, war bislang bei verschiedenen Firmen im Management und hat einen Lehrauftrag an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Mit der Möbelbranche hatte Freund bislang nichts zu tun. Bei Interlübke ist Freund seit einem halben Jahr eingebunden, nun auch offiziell als Geschäftsführer.
Rund 120 Mitarbeiter hat die einst den Markt bewegende Möbelmarke aktuell noch. Was die Schramms mit ihr genau vorhaben? Ist vielen nach wie vor ein Rätsel. Ob Freund den Job eher als Interimsmanager macht oder an einer echten Perspektive arbeitet? Die Mitarbeiter wünschen sich sicher zweiteres.