Dank Export
Officemöbelmarkt wieder etwas hoffnungsvoller
Halbwegs positive Signale aus dem Büromöbelmarkt sendet der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) aus: Im ersten, dem traditionell eher schwächeren Halbjahr, stiegen die Umsätze im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2020 von 1,046 Mrd Euro auf aktuell 1,081 Mrd Euro an. Das entspricht einer Steigerung von 3,3 Prozent. „Das Vor-Pandemie-Niveau hofft die Branche im kommenden Jahr wieder zu erreichen“, geben die Wiesbadener durch. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2020 wurden im Officemöbel-Segment 2,193 Mrd Euro erwirtschaftet.
Ob die zweite Jahreshälfte 2021 sich auch in steigenden Umsätzen zeigen wird? Der IBA verweist auf zwei branchenweit anzutreffende Unsicherheitsfaktoren: „Eingeschränkte Materialverfügbarkeit sowie steigende Rohstoffpreise.“
Zu den Erfolgen der Monate Januar bis Juni hat maßgeblich das Exportgeschäft beigetragen: Dort stieg der Umsatz in den ersten beiden Quartalen 2021 um 12,3 Prozent. Die Nachfrage stieg im Inland um bescheidenere 0,3 Prozent. Damit hat sich der heimische Markt nach dem Megaeinbruch wieder etwas gefestigt. Die durchschnittliche Exportquote stieg von 25,5 Prozent (2020) auf 27,5 Prozent im ersten Halbjahr 2021 und liegt damit etwas über dem Niveau vor der Pandemie (26,4 Prozent), so der IBA weiter. Neben den deutschsprachigen Nachbarländern trug auch der Handel mit außereuropäischen Abnehmern zum Nachfragezuwachs bei.
Der Verband bemerkt einen „anhaltenden Bedarf an ergonomischen Ausstattungen für Homeoffice-Arbeitsplätze“ und sieht „Nachfrage nach Einrichtungen für videokonferenzfähige Räume“. Weiter gefragt sind Lösungen für kollaboratives Arbeiten, darunter Sitzecken und flexible Sitzelemente. Insgesamt stieg der Umsatz mit Bürositzmöbeln um 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Nachfrage nach Tischen, Schränken und Raumgliederungsmöbeln, inklusive Hygieneschutzwänden, lag dagegen 3,7 Prozent unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2020.
„Immer mehr Arbeitgeber erkennen, dass sie das Büro als Ort für effiziente Kommunikation und kreativen Austausch stärken müssen“, lässt sich IBA-Vorsitzender Hendrik Hund zitieren. Die Investitionsneigung der Unternehmen ist offenbar größer geworden. Hund: „Während zu Beginn des Jahres noch die öffentliche Hand und bestehende Rahmenvertragspartner die Umsätze stützten, kommt die Nachfrage nach Lösungen für Kommunikationsräume inzwischen von Unternehmen aller Bereiche und Größenordnungen.“