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Fetter Deal

Calligaris kauft weiter ein

06.08.2021 | 10:12

Mehr als 50 Mio Euro macht das niederländische Label Fatboy, die Hälfte davon online. 2002 in Den Bosch gegründet, wird Fatboy jetzt italienisch: Die Calligaris-Gruppe, zu der die Marken Calligaris, Connubia, Ditre Italia und Luceplan gehören, erweitert ihr Portfolio um eine weitere echte Marke mit Zugkraft. Calligaris will mit der Übernahme stärker ins Outdoor-Segment reinwachsen; Fatboy wiederum soll von Calligaris im Exportgeschäft profitieren. Die Gruppe aus Manzano (gegründet 1923, gehört seit drei Jahren dem Private-Equity-Fond Alpha) macht 70 Prozent ihres Umsatzes im Export.

 

Fatboy ist knapp 20 Jahre auf dem Markt, wurde 2002 gegründet. Das Label – im Design stark geprägt durch den finnischen Designer Jukka Setala – ist und war das Vorbild für viele Nachahmer. Nun wird Fatboy mal so richtig mit Kapital aufgepumpt, um weiter zu wachsen. 

 

Calligaris geht einen ehrgeizigen Weg seit Jahren. Im aktuellen INSIDE, der an diesem Freitag erscheint, haben wir ihn nachgezeichnet. Nach einem Treffen mit Calligaris-CEO Stefano Rosa Uliana und Coutry Manager Oliver Cieszkowski in München. Bei dem Treffen sagte CEO Rosa Uliana bereits, dass man weiter auf der Suche nach einer guten Gelegenheit sei, das eigene Portfolio weiter auszubauen. Mit der Alpha-Finanzkraft im Rücken kann er da offenbar auch recht beherzt zugreifen. Und so kam es auch.

 

Und da ist es aus strategischer Sicht auch nicht so relevant, dass es 2020 für die Gruppe erst einmal einen Rückschlag beim Umsatz gab – gleichwohl machten auch in dem Pandemie-Jahr 1 andere Kennzahlen Hoffnung. Nach dem bislang besten Jahr. Mit 162,5 Mio Euro Umsatz (2019) folgte das Jahr 2020 mit dem katastrophalen zweiten Quartal und einem sehr starken zweiten Halbjahr. Das waren dann zwar lediglich 142 Mio Euro Umsatz, aber das EBITDA lag 2020 bei 26 Mio Euro – und damit 6 Prozent über Vorjahr. „In der zweiten Hälfte des Jahres hatten wir etwa 15 Prozent mehr Bestellungen als im Jahr 2019“, so Rosa Uliana. „Wir halten sowohl im letzten Jahr wie auch jetzt weiter an unseren strategisch wichtigen Investitionen fest.“ Digitalisierung, ein engmaschigeres Netz an Shops und Nachhaltigkeit sind da zentral. Rosa Uliana: „Im August 2020 ging unsere neue E-Commerce- Plattform live; in Asien und München wurden Flagships eröffnet sowie ein Ditre-Italia-Mono-Brand-Store in Paris.“

 

Mittlerweile gibt es auch einen großen Calligaris-Flagshipstore in München am Lenbachplatz. Mehr dazu hier und im aktuellen INSIDE 1118.

 

 

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