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Cyberattacke in Taufkirchen

Himolla-Werke sollen am Montag wieder anlaufen

30.06.2021 | 12:30

Im Mai erst war Möbel Sommerlad Opfer einer Cyberattacke durch die Hacker-Gruppe Darkside Inc. geworden, und in den Filialen der Supermarktkette Tegut blickte man im Frühjahr wochenlang auf Lücken in den Regalen. Schuld war ein Hackerangriff mit Lösegeldforderung. Auch andere Unternehmen aus dem Branchenumfeld, Kronospan oder Whirlpool beispielsweise, hat es schon erwischt.

 

Aktuell kämpft die Polster-Größe Himolla mit den Auswirkungen einer Hackerattacke – seit der vergangenen Woche steht die Produktion in Taufkirchen und in den osteuropäischen Werken still.

 

Geschäftsführer Ralf Bestgen rechnet damit, dass es am 5.7. weitergehen kann und hat die Kunden entsprechend informiert. Bestgen: „Wenn wir am Montag wieder hochfahren, kommen wir mit einem blauen Auge davon.“

 

Der Hackerangriff trifft das Unternehmen bei gut gefüllten Auftragsbüchern. „Der Juni war wieder super vom AE her“, sagt Bestgen. Himolla war mit einem hohen Auftragsbestand ins Jahr gestartet, musste dann im Frühjahr durch die Geschäftsschließungen bedingt eine Flaute verkraften. Inzwischen ist das Geschäft aber wieder gut angelaufen – sogar das hohe Vorjahresniveau wird im Juni erreicht. Zwei Wochen Produktionsstillstand, meint Bestgen, können dennoch verkraftet werden, ohne die Lieferzeiten allzu weit auszudehnen, denn die Materialversorgung sei gesichert.

 

Aufgefallen sei der Hackerangriff am Samstag, 19.6.. Bestgen: „Am Sonntag waren wir uns dann ganz sicher.“ In der Verwaltung wird übrigens wieder gearbeitet und auch Neuaufträge werden angenommen. Für die Schadensbegrenzung hat Himolla Cybersecurity-Experten engagiert.

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