Ende letzten Jahres hatte der belgische Schaumstoffkonzern Recticel angekündigt, seine Betten- und Matratzensparte auf den Prüfstand stellen zu wollen. Die niederländische Zeitung De Tijd will nun aus mehreren Quellen erfahren haben, dass nun intern grünes Licht für einen Verkauf gegeben wurde. Betreut wird der Verkaufsprozess von JP Morgan. 2020 hat die Sparte mit einem stabilen Umsatz von 242 Mio Euro und einem EBITDA von 17,1 Mio (+7 Prozent) abgeschlossen. Der Wert der Bedding-Sparte wurde im November von KBC Securities auf 100 bis 110 Mio Euro geschätzt, schreibt De Tijd.
Ruhig ist es unterdessen um einen Verkauf von Recticel selbst geworden. Der Österreicher Greiner, der 27 Prozent an Recticel von Bois Sauvage übernommen hatte, wollte für 13,5 Euro je Aktie auch die übrigen Anteile übernehmen, das Angebot hatte der Konzern selbst als zu niedrig bewertet. Seither wurde man sich weder einig, noch tauchte ein anderer Käufer auf. Greiner soll sogar schon einen Prospektentwurf bei der Börsenaufsicht vorgelegt haben.